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Marktbericht April 2020

Für nicht angemeldete Nutzer steht als Leseprobe ein Teil des ersten Kapitels zur Verfügung. Sollten Sie Interesse an unseren kompletten Marktberichten haben, kontaktieren Sie uns bitte unter marktforschung@heinze.de.

Allgemeine Wirtschaftsentwicklung

Viruskonjunktur

Der schwarze Schwan

Es ist es nicht das erste Mal, dass unser Marktbericht plötzlich vor ganz neuen Rahmendaten steht. Am Anfang erscheint fast jede Krise größer als in der Rück­schau. Im aktuellen Fall haben sich die Befürchtungen jedoch zunächst ständig verstärkt. Für eine gesicherte Prognose müssten wir mehr wissen als das Robert-Koch-Institut und die Charité zu­sammen, aber wir wollen schildern, wovon wir bei unserer aktu­ellen Prognose ausgehen.

Ausbreitung

Der größte Einfluss geht für den Baumarkt von der Dauer der Corona-Pandemie aus. Der Sachverständigenrat geht in seinem Sondergutachten zur Corona-Pandemie davon aus, dass ab den Sommermonaten zügig Normalität einkehrt. Die Kurve der Neu­ansteckungen bleibt hoch, aber sie wächst nicht mehr.

Viren können mutieren, Menschen aber auch. Bald werden wir in Ansteckungszeiten wie in Asien mit Mundschutz herumlaufen und in Bussen, Bahnen und an jedem Waschbecken werden Desinfektionsgeräte stehen. Es werden großflächig Virentests durchgeführt und in der zweiten Jahreshälfte vermutlich auch ein Impfstoff zur Verfügung stehen, zumindest Medikamente, die schwere Verläufe zu lindern vermögen. Gehen wir also mit dem Sachverständigenrat von einer Normalisierung aus, auch wenn "normal" nicht das Gleiche bedeuten wird wie vor der Krise.Die Diskussion über Exitstrategien aus dem jetzigen Shutdown ist in vollem Gange.

Verlauf

"Baugenehmigungen sind keine Aktienkurse." Die statistisch gemeldeten Genehmigungen des I. Quartals 2020 dürften kaum be­einträchtigt sein. Ab dem II. Quartal ist mit Bremseffekten zu rechnen, weil auch das Personal auf den Bauämtern weiteren Kapazitätseinschränkun­gen unterliegen wird und Bauschaffende auch Kinder haben, die be­treut werden müssen. Es wird vor allem den Wirtschaftsbau tref­fen. Da Berufstätige im Allgemei­nen aber nicht zur Risikogruppe gehören, werden sie nach vier­zehn Tagen auch wieder arbeiten können und das vor allem ohne Ansteckungsrisiko, d.h. ohne Einschränkung. Die Hordenimmunität steigt zunächst vor allem durch angepasstes Ver­halten, aber zunehmend auch durch überwun­dene Erkrankun­gen. Dann kommt die Gewöhnungsphase.

Gewöhnung mindert Schrecken

Es ist alles schlimm genug und nichts soll verharmlost werden, aber Bedrohungen verlieren ihren Schrecken je alltäglicher sie werden. Außerdem werden Immunität und Medikamentenverfügbarkeit tendenziell zunehmen. Bisher ist noch jeder Virus an seinem Erfolg untergegangen. Aber sie kommen wieder, nur dann sind sie meist harmloser, wir sind besser vorbereitet und ein Impfstoff kann auf der vorherigen Grundlage schneller entwi­ckelt werden. Ab 2021 wird CoViD-19, wie auch andere Grippe­viren, ein unangenehmer, aber verkraftbarer Teil unseres sehr veränderten Lebens geworden sein.

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